Dokumentarfilm | 2006 | Deutschland

    Kurzinhalt

    Im Umfeld des Fußballs existiert seit langem eine Fankultur, die hauptsächlich durch massive Gewaltbereitschaft und -Anwendung Schlagzeilen macht. Die Öffentlichkeit hat sich insgesamt darauf festgelegt, es dabei zu belassen. Diese jungen Männer scheinen abgeschrieben.
    In diesem Dokumentarfilm wird hinterfragt, was es heute bedeutet, Fußball-Fan der „Kategorie C“ zu sein, welche Anliegen und Ideale diese Fans haben, welche Moral und Lebenshaltung sie vertreten, welche Rolle die Gewalt für diese Männern spielt; was sie ihnen gibt, womöglich ersetzt; welchen Reiz die physische Auseinandersetzung für diese Männer darstellt.
    Durch die Fußball-WM 2006 hat sich die Situation der Fans, auch in Leipzig, verhärtet. Sie waren teilweise von diesem „Fest der Freunde“ ausgeschlossen, weil sie – aus unterschiedlichen Gründen - bei der Polizei registriert sind. Wie reagieren sie auf diese Ausgrenzung? Kommt sie ihrem Selbstverständnis als Gegner von Kommerzfußball entgegen? Welche Konsequenzen hatte die stetige Verschärfung ordnungspolitischer Maßnahmen im Umfeld der Fußball-WM auf das persönliche Leben der Fans, auf ihr Fan-Dasein, auf ihre Fan-Kultur insgesamt? Wie haben sie schlussendlich die Fußball-WM erlebt? Auf diese Fragen sucht dieser Dokumentarfilm Antworten.
    Mit diesem Film möchte die Regisseurin Franziska Tenner die Welt der Fußball-Fans der „Kategorie C“ begreifbar machen. Das aber nicht losgelöst aus Zeit und Raum, sondern immer wieder direkt dazu ins Verhältnis gesetzt.

    Facilities

    GeschäftsbereichFirmaAnmerkung
    Produktionsservicesle2day UGAufnahmeleitung
    Filmbearbeitung/TransferMoser + Rosié Film GmbH