TV-Film | 1975 | Drama | Deutschland

Kurzinhalt

Die etwa 43 Jahre alte Kellnerin Sonja Wilke muss mit einer äußerlich harmlos aussehenden Hautkrankheit an beiden Händen ins Krankenhaus. Nach mehreren Wochen stationärer Behandlung scheint es, als sei sie wieder auf dem Weg der Besserung. Frau Wilke fasst wieder Mut, redet bereits von ihrer Entlassung, gibt sich leutselig und wie eh und je vital, erzählt dem Patienten Goldie die Geschichte ihres Lebens, verteilt Ratschläge, gibt an mit ihrem Schmuck und ihren kleinen Erfolgen, kurz, sie ist wieder ganz obenauf. Nach weiteren Wochen im Krankenhaus hat sich Frau Wilkes Zustand wieder verschlechtert. Allmählich verliert sie jede Hoffnung auf Genesung, ja, ihr baldiger Tod wird ihr mehr und mehr zur Gewissheit. Auf das Sterben ist Frau Wilke nicht eingerichtet, mit dem Tod hat sie sich noch nie beschäftigt, galt dies doch immer als unschicklich, als eine ferne Angelegenheit, von der man einfach nicht spricht. Um so verzweifelter wird nun für sie die Auseinandersetzung mit dem Unvermeidbaren. Aber schließlich gelingt es ihr, sich aus eigener Kraft zu einer versöhnlichen Haltung zum Tode durchzuringen. Erst nach dieser Aussöhnung mit dem Ende, nach der Einbeziehung des Todes in ihr Lebensbild, findet sie Frieden: In der noch verbleibenden kurzen Zeit lebt sie vermutlich intensiver, ist präsenter als je zuvor. Als sie - mitten im Gespräch mit Goldie - einen Anfall erleidet und die Ärzte ihr die Sauerstoffmaske ins Gesicht drücken wollen, um noch ein paar Stunden, vielleicht auch Tage zu gewinnen, lehnt sie ab ...

Schauspieler*inRollenameSynchronschauspieler*in / Sprecher*in
Christa BerndlSonja Wilke [HR]
 Kornelia BojeIrene [HR]
Jo BollingGoldie [HR]