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Ist Sport Mord? (2004)

Fremdsprachiger TitelLe Sport ou la vie
Sparte Dokumentarfilm
Regie Albert Knechtel
Ausführende Produktion Arte
 

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 Schauspieler Rollename

Crew   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Abteilung Tätigkeit Name Anmerkung
  Kamera Kameramann  Frank Lehmann
  EB Assistent Kamera/Ton  Oliver Prasnikar
  Regie Regisseur  Albert Knechtel

Produktionsfirmen   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
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  Arte

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 Geschäftsbereich Firma

Kurzinhalt Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
In ihrem Streben nach ständiger Leistungssteigerung schieben die Sportler die Grenzen des Menschenmöglichen immer weiter hinaus. Gleichzeitig werden im gegenwärtigen Hochleistungssport irritierende Tatsachen bekannt, die nicht alle mit dem Doping zusammenhängen. Die Athleten trainieren häufig bis zur völligen Erschöpfung, ja bis zum Tod. Viele ehemalige Leistungssportler verfallen in Depressionen, Drogen- und Alkoholsucht. Albert Knechtel und Pierre Caule haben sich im Sportmilieu umgesehen und mit ehemaligen und heutigen Champions gesprochen wie Frank Busemann, Emmanuel Petit, Nadia Comaneci, Dawan Fraser und Michael Jonson.
Winston Churchill erklärte einmal, er habe ein so hohes Alter erreicht, weil er "Zigarren rauche und Sport vermeide". Die alte lateinische Devise vom gesunden Geist im gesunden Körper ist heute zur leeren Worthülse geworden, denn der Leistungssport erfüllt diesen Anspruch längst nicht mehr. Im Gegenteil: Je höher sein Leistungsniveau, desto gefährlicher lebt der Sportler.
Eine vor mehreren Jahren in Frankreich durchgeführte Gesundheitsstudie ergab, dass immer mehr Sportler nach Beendigung ihrer Laufbahn alkohol- oder drogenabhängig werden. Als mögliche Ursache wurden Entzugserscheinungen nach schwerem Doping in Betracht gezogen. Doch die Ursachenforschung ging noch einen Schritt weiter: Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass bereits die Art des Trainings eine Abhängigkeit generieren kann. Sport als Droge? Die chemischen Vorgänge sind erwiesen: Die vom Körper des Sportlers produzierten Endorphine sind in ihrer Wirkung mit Morphium vergleichbar. Hinzu kommt eine psychologische Erklärung: Manche Sportler fühlen sich am Ende ihrer Laufbahn alleingelassen und orientierungslos. Sie flüchten sich vor Leid und Verzweiflung in Alkohol oder Drogen.
Was den körperlichen Zustand der Hochleistungssportler anbelangt, so ist bekannt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Sportler deutlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt. Je häufiger ein Sportler bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geht, umso größer ist die Gefahr. Verschleiß oder gar Tod: Hat nicht ein Sportlerherz auffallende Ähnlichkeit mit dem eines Greises?
Neben der Drogenproblematik, die jedoch nicht im Mittelpunkt des Films steht, geht es vor allem darum, wie Kommerzialisierung und Mediatisierung des Sports die Athleten dazu veranlassen, Schindluder mit ihrem Körper zu treiben. Damit erhält der berühmte Satz Coubertins einen neuen Sinn: Er sah im Sport eine "Religion des Exzesses".

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