© ZDF/Anja Charlet
Reportage | 2016 | ZDF [de] | Deutschland

    Kurzinhalt

    „Jeder stirbt für sich allein“ oder „Die Bücherdiebin“ sind hier entstanden. Für „Grand Budapest Hotel“ gab es gleich 4 Oscars. Kate Winslet drehte für „Der Vorleser“ in Görliwood, wie Görlitz auch genannt wird.
    Der Fluss Neiße, der mitten durch die Stadt fließt, ist die natürliche Grenze zwischen Polen und Deutschland. Viele sagen, sie spüren kaum, dass es diese Grenze noch gibt. Die Brücke verbindet beide Teile – und die Menschen.
    In vier DDR-Jahrzehnten war Görlitz mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. „Ruinen schaffen ohne Waffen“, spotteten die Bürger damals bitter und kehrten ihrer Stadt den Rücken.
    Dabei galt Görlitz im 19. Jahrhundert als die reichste deutsche Stadt, wurde das Tor zu Schlesien genannt. Geblieben sind bis heute die prächtigen Bauten aus der Gotik und der Gründerzeit. „Wer eine Ahnung davon bekommen will, wie Deutschland einmal ausgesehen hat, der muss sich Görlitz anschauen“, sagt Peter Mitsching, der oberste Denkmalpfleger der Stadt. Er kann Geschichten erzählen, wie Einzelne auch zu DDR-Zeiten – nicht selten mit List – gegen den Verfall gekämpft haben und vom mühsamen Neubeginn nach 1989. Verfallene Häuser oder Ruinen sind heute nur noch selten in der Stadt zu sehen. 80 Prozent der Gebäude sind restauriert. Manches wirkt schöner als zuvor.
    Viele kommen mittlerweile, nicht nur um sich die Stadt anzusehen. Sie bleiben. In der Altstadt liegt der Quadratmeterpreis für eine restaurierte und sanierte Wohnung bei 4 bis 6 Euro. Attraktiv für viele junge, kreative Menschen, inzwischen liegt der Altersdurchschnitt unter 40 Jahren (ZDF)

    TV-Ausstrahlung

    ArtLandSenderDatum / ZeitAnmerkung
    ErstausstrahlungDeutschlandZDF [de]Montag, 03.10.2016