Berufsbild | Kostümbildner/in  

Erstellt vom:

VSK - Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild

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Aus- und Fortbildung: Kostümbildner/in


Was muß ein/e Kostümbildner/in mitbringen?
 
  • schöpferische Phantasie, dramaturgisches Denken, malerisches und zeichnerisches Talent, Farben- und Formensinn
  • gute Allgemeinbildung, umfassendes Wissen auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturgeschichte, der Kostüm-, Stil- und Milieukunde
  • handwerkliche Fachkenntnisse, Kenntnisse in Textil- und Materialkunde und schnittechnischem Zeichnen
  • organisatorisches Talent, kaufmännische Fähigkeiten, Improvisationsvermögen, Flexibilität
  • Kenntnisse in den verschiedenen audio-visuellen Techniken
  • Menschenkenntnis, psychologisches Einfühlungsvermögen, Diplomatie und Motivationsfähigkeit
  • und nicht zuletzt eine Menge Enthusiasmus!
   
Die vier Phasen auf dem Weg zum Kostüm
   
  1. Produktionsphase - Vorbereitung und Entwicklung
 
  • Durcharbeiten des Drehbuchs Anfertigen von Auszügen erste Ideen / Brainstorming
  • erste Gespräche mit Regie, Kamera, Schauspielern, Architekt, Maske über dramaturgische, stilistische und farbliche Konzeptionen, Funktion der Kostüme, Besetzung der Rollen
  • erste Gespräche mit der Produktion über Budget und Disposition•Recherche: Bildmaterial, Milieustudien, historische und sachliche Infos aus Bibliotheken, Archiven, Museen, Büchern und Zeitschriften und dem Internet zusammentragen
  • Zeichnen und Malen von Figurinen
  • im Kostümfundus stöbern
  • Stoffe, andere Materialien, Farben und Schnittechnik - wenn nötig durch Zeichnungen - bestimmen in Zusammenarbeit mit entsprechenden Werkstätten und Herstellern
  • Schauspieler mit seinen/ihren Eigenheiten, Vorzügen, "Problemzonen" und Maßen kennenlernen, analysieren und in die künstlerisch- dramaturgische Planung einbeziehen
  • Kostenvoranschläge einholenKalkulation erstellenKostümetat festlegen
  • Organisationsplanung in Absprache mit der ProduktionMitarbeiterteam in Umfang und Kompetenzen bestimmen (Assistenten, Garderobiers, Schneider, Aushilfen etc.) Werkstätten, Kostümdepot, Garderobenräume und Fahrzeuge für Kostümtransport organisieren
   
  2. Produktionsphase - Realisation
 
  • Verwirklichung und Umsetzung der Ideen und Entwürfe
  • Anproben mit Schausielern und Komparsen organisieren und Überwachen
  • Fertigung der Kostüme überwachen
  • Verhandlungen mit Lieferfirmen und Herstellern
  • Einkaufen - mit und ohne Schauspieler
  • Kostümabnahmen mit Regie, Kamera und Schauspielern - wenn möglich, in der Dekoration
  • dramaturgisch bedingte Kostümanschlüsse und Tageseinteilung festlegen - mit Regie, bzw. Regie-Assistenz
 

 

  3. Produktionsphase - Drehzeit
 
  • rechtzeitige Bereitstellung der laut Disposition notwendigen Kostüme
  • spontane Bereitschaft zu situationsbedingten, künstlerischen oder modischen Änderungen
  • Weiterführung der Vorbereitungsarbeiten parallel zur Tagesdisposition
  • ständige Kontrolle des Budgets
  • Besuch von Mustervorführungen
   
  4. Produktionsphase - Abwicklung
 
  • Mitarbeiterteam und Arbeitsräume in Absprache mit der Produktion auflösen
    Rücklieferung der Kostüme
  • Administrative Abwicklung (= Kostüm-Kauflisten, Funduslisten, Abrechnungsnachweise, Rückkauflisten etc)
  • Abrechnung des verwalteten Etats
  • spontane Bereitschaft zu eventuell notwendigen Nachdrehs

Ohne Gewähr auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit