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 © Adnan Hadzi / Quintefilm
  

Babushka (2002-2003)

Arbeitstitel Mama Sarajevo
Sparte Dokumentarfilm
Regie Adnan Hadzi
DrehbuchAdnan Hadzi
Ausführende Produktion Quintefilm
 
ProduktionslandDeutschland
GenreBiografie

Cast   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Schauspieler Rollename

Crew   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Abteilung Tätigkeit Name Anmerkung
  Drehbuch Drehbuchautor  Adnan Hadzi
  Kamera Kamerafrau  Andrea Gatzke
  1. Kameraassistent  Jürgen Daum 16 mm
  Musik Komponist  Marcus Vetter und Musikprodukion
  Regie Regisseur  Adnan Hadzi
  Schnitt Editor  Anna Weber
  Ton Filmtonmeisterin  Ulrike Vetter
  TV/Web Content Redakteur  Ebbo Demant SWR (Junger Dokumentarfilm)
  Redakteurin  Stefanie von Ehrenstein SWR (Junger Dokumentarfilm)

Produktionsfirmen   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  
  Quintefilm
  Filmakademie Baden-Württemberg
  SWR - Junger Dokumentarfilm

Vertriebs- / Verleihfirmen Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  

Facilities Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Geschäftsbereich Firma

Kurzinhalt Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
Nina ist 90 Jahre alt. Sie lebt in Basel bei ihrem Sohn und der Schwiegertochter. Ninas Enkel Adnan ist Dokumentarfilmstudent. Bei seinen Besuchen im Elternhaus fällt ihm auf, dass die geliebte Großmutter zunehmend an Demenz leidet. Mehr und mehr fällt ihre Lebensgeschichte dem Vergessen anheim. Dabei wollte Adnan doch noch so vieles erfahren, über ihr Leben, ihre Gefühle und Erfahrungen.

Geboren wird Nina Hadziselimovic 1913 als Kind großbürgerlicher Eltern im zaristischen Russland. 1920, als Siebenjährige, erlebt Nina die erste Flucht in ihrem Leben. Die Revolution zwingt die Familie, ihre Heimat zu verlassen. Sie flieht von Wladiwostok über Japan nach London. Als Ninas Vater den Auftrag erhält, die Leitung eines Bergwerks in Jugoslawien zu übernehmen, zieht die Familie nach Belgrad. Nina ist mittlerweile 16 Jahre alt. In Belgrad verbringt sie eine prägende Zeit ihrer Jugend und studiert schließlich Medizin. 1939 schließt sie ihr Studium ab und heiratet im darauf folgenden Jahr. Im Zweiten Weltkrieg wieder eine Flucht. Vor der Bombardierung Belgrads durch die deutsche Armee flüchten Nina und ihr Mann Hairudin in den Belgrader Vorort Kovin. Nach der Machtübernahme durch Tito und die kommunistische Partei 1945 wird Ninas Mann zwangsweise nach Sarajevo beordert, um dort am Aufbau des anatomischen Instituts der Universität Sarajevo mitzuarbeiten. Als Russin leidet Nina unter dem Konflikt zwischen dem nach Unabhängigkeit von Moskau strebenden Tito und dem Machtanspruch Stalins auf Jugoslawien. Viele Russen werden zu dieser Zeit in Jugoslawien inhaftiert. Dr. med. Nina Hadziselimovic versucht mit dieser Situation umzugehen, indem sie sie ignoriert, sie flüchtet sich in ihre Arbeit. Als Kinderärztin kümmert sie sich aufopfernd um die Kinder Sarajevos, sie erlangt höchstes Ansehen und erhält Mitte der 60er Jahre die Auszeichnung "Mutter Sarajevos".

Nach 30 Jahren Ruhe wird Nina erneut zur Flucht gezwungen. In den jugoslawischen Teilrepubliken Serbien und Kroatien wütet zu diesem Zeitpunkt ein Bürgerkrieg. Und obwohl sogar im Parlament von Bosnien und Herzegowina die Mütter gegen die Rekrutierung ihrer Söhne demonstrieren, bricht der Bürgerkrieg auch dort aus. Nina packt ihre Koffer und flieht erneut. Sie flüchtet sich zu ihrem Sohn und dessen Familie nach Basel, wo sie noch heute lebt. Immer mehr zieht sie sich zurück in eine eigene stille Welt des Vergessens. Der Schmerz über den Verlust ihrer geliebten, langjährigen Heimat Sarajevo und der Freunde dort ist für ihre Familie deutlich spürbar. Ihr Enkel Adnan beschließt einen Film über Ninas aufregendes und schweres Leben zu machen, er möchte Ninas Erinnerungen wecken, Licht in ihr Dunkel bringen. Gemeinsam mit seinem Bruder Michael will er die Großmutter an die Stationen ihres Lebens begleiten und diese Reise dokumentieren. Sarajevo, Belgrad und Ninas Geburtsort Ulen in Sibirien werden besucht, Freunde, Nachbarn und Verwandte, Schule, Arbeitsstätte und die Stelle, an der Ninas Geburtshaus stand. Aber Nina bleibt seltsam verschlossen. Mit geduldiger und liebevoller Beobachtung Ninas, ihres Verhaltens und ihrer Begegnungen, gelingt es dem Enkel dennoch, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Gleichzeitig macht er dabei einen Film über die kriegerischen Auseinandersetzungen im Europa des 20. Jahrhunderts.

Babushka ist ein Dokumentarfilm über Flucht - Flucht vor Krieg und Gewalt und Flucht vor schmerzhaften Erinnerungen.

(Quelle: SWR / Presse)

Release Dates Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
TV-Premiere Deutschland 11.03.2004 SWF

Weitere Projektdaten Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 
 Produktionsinformationen   Anzahl der Drehtage k.A.
  Lauflänge Sarajevo,
  Förderungen Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg: 56.240 € SWR Junger Dokumentarfilm
 Technische Informationen   Seitenverhältnis k.A.
  Farbe/SW Farbe