Doku (Reihe) | 2005 | 3sat | Deutschland

    Kurzinhalt

    Lisandro ist 14 Jahre alt und lebt in einem Armenviertel von Lima. Wie viele Kinder in Peru und überhaupt in Lateinamerika muss Lisandro seit seinem fünften Lebensjahr arbeiten gehen. Dreimal die Woche hilft er in einer Bäckerei, die restlichen Tage zieht er mit Freunden durch die Straßen, wäscht Autos oder verkauft Süßigkeiten. So verdient er nicht nur sein Schulgeld selbst, gemeinsam mit der Mutter ernährt er seit dem Verschwinden des Vaters sogar die ganze Familie. Dennoch ist Lisandro etwas Besonderes: Er gilt nicht nur als guter Schüler, der später einmal Jura studieren will. Er kann auch jetzt schon geschliffen reden und beherrscht bereits das Metier eines Funktionärs. Lisandro ist aktives Mitglied der Jugendorganisation „Niños y adolescentes trabajadores“, die sich für legale Kinderarbeit einsetzt, deren Rechtmäßigkeit sich in berechenbarem Lohn niederschlägt. Dafür gehen Lisandro und seine Freunde auch auf die Straße. Der Regisseur und Kameramann Manuel Fenn erhielt für seine ZDF/ARTE-Produktion „Adrian tanzt“ im vergangenen Jahr den „Emil“, den Preis für gutes Kinderfernsehen. Er studierte an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam und arbeitet seit 1996 als freier Regisseur und Kameramann. „Lisandro will arbeiten“ ist ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe „Fremde Kinder“, die sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen eine Stimme verleiht. 3sat zeigt „Fremde Kinder: Lisandro will arbeiten“ zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni.
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    RegieRegisseur Manuel Fennauch Kamera
    SchnittEditorin Antonia Fenn
    Ton-PostproduktionMischtonmeister Christian Lutz

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    Filmbüro Süd, Fenn Eberlein GbR