Kurzinhalt

    Vor rund 2.000 Jahren wurden sie angelegt, die berühmten Reisterrassen im Norden der Philippinen. Ihre Baumeister waren die Ifugao, ein Bauernvolk, das vermutlich aus Indonesien stammte und sich in der unwegsamen Bergwelt der Kordilleren ansiedelte. Mühsam haben die Ifugao dem Boden ihr Hauptnahrungsmittel abgerungen. 1.000 Arbeitsstunden pro Hektar sind die Norm, bis heute können auf dem steilen Gelände keine Maschinen eingesetzt werden. Alte, traditionelle Reissorten werden in einer Höhe bis zu 1.600 Metern kultiviert, auf kleinen Parzellen, die sich der Landschaft anpassen. Ein Netz von Kanälen, Bambusrohren und Gräben durchzieht die Berge und leitet das Wasser auf die Reisterrassen. Nur einmal im Jahr wird geerntet, Hochertragssorten haben sich in der Region noch nicht durchgesetzt.
    Der Reisanbau, einst als Partnerschaft zwischen Göttern und Menschen betrachtet, verliert im Norden der Philippinen langsam seine Funktion. Die 1995 zum Weltkulturerbe ernannten Reisterrassen sind bedroht, denn immer geringer wird das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag, immer zahlreicher wandern die Ifugao aus den Dörfern ab und wollen die mühselige Arbeit nicht mehr verrichten. Werden die Terrassen nicht mehr bewirtschaftet, verfallen sie schnell, was zum unwiederbringlichen Verlust dessen führt, was noch immer ein Weltwunder genannt wird.

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    Along Mekong Productions (AMP) [de]