Dokumentarfilm | 1983

Drehdaten

DrehorteSchloss Ehreshoven, Bergisches Land

Projektdaten

Lauflänge90
SeitenverhältnisTV 4:3 (1 : 1,33)

    Kurzinhalt

    Sechzehn Damen aus dem deutschen Adel im Alter von 76 bis 88 Jahren leben in einem Wasserschloß unweit von Köln. Alle unverheiratet, unvermögend und katholisch. Eine Stiftung des Grafen von Nesselrode ermöglicht Ihnen, in komfortabler Umgebung einen ruhigen, „standesgemäßen“ Lebensabend zu verbringen - testamentarisch verfügt vom letzten Erben des Schloß Ehreshoven, geknüpft an die Bedingung, daß die Damen aus Familien stammen, die im Gotha verzeichnet sind.
    Die Erinnerungen der alten Damen spiegeln kaleidoskopartig die deutsche Gesellschaft in Glanz und Elend der Jahrzehnte vom Kaiserreich bis zur Entstehung der Dokumentation. Sichtbar wird vor allem eine Gemeinsamkeit - sie alle erzählen vom Verlust. Vom Tod der Nächsten, dem Verlust der Heimat, dem Abschied von Landhäusern, Schlössern, vom Besitz. Sensibel aufgezeichnet treten diesem Kontext auch die Charakteristika des deutschen Adels zutage: Man findet wenig Larmoyanz, wenig Bitterkeit im Damenstift, allenfalls gefaßte Resignation oder Melancholie. Darüber aber liegt eine Heiterkeit, die nicht nur Teil des antrainierten „comme il faut“ ist, sondern vor allem die abgeklärte Gelassenheit alter Menschen. (Quelle: Jannet Fechner)

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    Eberhardt Fechner Produktion