Kurzinhalt

    Der Film beginnt mit einer langen Kamerafahrt aus dem Zentrum Hamburgs an die Peripherie, nach Osdorf, einer Hochhaussiedlung aus den 60er Jahren, damals ein Projekt der Stadtplanung am grünen Rand, heute das, was man einen "sozialen Brennpunkt" nennt. Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Kriminalitätsrate, hoher Ausländeranteil, Großstadt-Ghetto. Was von dort üblicherweise nach außen dringt, sind in erster Linie schrille Schlagzeilen und reißerische Reportagen. Wie kann man Ausgegrenzte anders zeigen? Maja Classen konzentriert sich in ihrem Film OSDORF (D 2007) auf die Ansichten und den Alltag von zwei 17-jährigen Migrantenjungs mit langen Vorstrafenregistern – mit einer Haltung, die die Protagonisten ernst nimmt, ohne moralische Debatte. Hinter den Posen und Angebereien, dem Macho-Gehabe und der Identifikation mit den Ghetto-Regeln können so auch Momente des Zweifels und der Schwäche zutage treten. Und erstaunliche Aussagen darüber, was ein gelungenes Leben sein könnte. (arsenal)
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKameramann/DoPJohannes Neumann
    KameraKameramann/DoPChristoph LemmenPerspektive Deutsches Kino - Berlinale07
    Kamera1. KameraassistentDominic Julius
    KameraEB Assistent Bild-TonDominic Julius
    KameraEB Assistent Bild-TonJonny Müller-Goldenstedt
    Postproduction/VFXColoristinDoreen Borchert
    RegieRegisseurin Maja Classen
    SchnittEditor Thomas Krause
    Ton-PostproduktionMischtonmeisterUlrich Breimesser
    Weitere CrewArt Director (Werbeagentur)Louis Funke
    PreisträgerJahrPreisKategorie 
     Maja Classen2007First Steps AwardDokumentarfilmnominiert
     Maja Classen2008Babelsberger MedienpreisDokumentarfilmgewonnen