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 © ZDF / Henkel AG
  

Deutschlands große Clans - Die Persil Story (2017)

Arbeitstitel Deutschlands große Clans - Die Henkel Story
Sparte Doku (Reihe)
Regie diverse
DrehbuchJörg Müllner
Ausführende Produktion Loopfilm GmbH  
 
AuftragssenderZDF
ProduktionslandDeutschland

Cast Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Schauspieler/in Rollename
  Thomas Hauser  Fritz Henkel sr.  [HR]  
  Leonard Hohm  Fritz Henkel jr.  [HR]  
  Thomas Birnstiel  Hugo Henkel  [HR]  
  Ulrich Schmissat  Konrad Henkel  [NR]  
  Gregor Weber  Kurt Heiligenstaedt  [NR]  
  Maria Fiona Jung  Erna Muchow  [NR]  
  Siegfried Terpoorten  Werner Lüps  [NR]  
  Sebastian Gerold  Henkel Forscher  [NR]  
  Magdalena Müller  Fräulein Meier  [NR]  
  Jonas Stenzel  Assistent von Herr Henkel  [NR]  
  Holger Menzel  Übersetzer  [TR]  

Crew   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Abteilung Tätigkeit Name Anmerkung
  Drehbuch Drehbuchautor  Jörg Müllner
  Kamera Kameramann/DoP  Alexander Hein Doku
  Kostüm Kostümbildnerin  Evelyn Straulino historisch
  Produktion Produktionsleiterin  Verena Späth
  Setaufnahmeleiter  Fireball Hikari
  Regie Regisseurin  Saskia Weisheit szenisch
  Regisseur  Jörg Müllner Doku
  Schnitt Editor  Patrick Sell
  Editor  Ramin Sabeti
  Ton Filmtonmeister  Silvio Reichenbach Szenisch

Produktionsfirmen   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  
  Loopfilm GmbH 

Vertriebs- / Verleihfirmen Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  

Facilities Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Geschäftsbereich Firma
  Ausstattung Kostüm   Kostümfundus Babelsberg GmbH  KB: Evelyn Straulino

Kurzinhalt Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
Persil, Weißer Riese, Perwoll, Pril, Schauma, Schwarzkopf, Pritt oder Pattex sind Marken, die fast jeder zumindest aus der Werbung kennt. Hinter diesen Marken steht ein Konzern, der eine Mischung aus Familienunternehmen und börsennotierter Weltfirma darstellt: Henkel aus Düsseldorf, gegründet 1876. Clan-Chefin ist heute Simone Bagel-Trah, Ur-Ur-Ur-Enkelin des Gründers, die auch den Vorsitz im Aufsichtsrat wahrnimmt. Knapp 19 Milliarden Euro setzte Henkel 2016 mit Waschmitteln, Körperpflegeprodukten und Klebstoffen um und gehört zu den 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Die Familie gilt als sehr verschwiegen und tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf.
Seit fünf Generationen prägt die Familie das Unternehmen. Vor 141 Jahren gründete Friedrich ("Fritz") Karl Henkel die Waschmittelfabrik "Henkel & Cie" in Aachen. Der Sohn eines Lehrers stellte mit "Henkels Bleich-Soda" ein Universalwaschmittel her und feierte damit seinen ersten Markenerfolg. Der Durchbruch gelang 1907 mit einer Mischung aus Perborat und Silikat, kurz Persil, das "erste selbsttätige Waschmittel der Welt". Historiker sprechen von einer "Revolution in den Waschküchen", denn Persil erleichterte die schweißtreibende Wascharbeit und sorgte für nahezu mühelos weiße Wäsche. Bis heute ist Persil das wohl bekannteste Produkt aus dem Hause Henkel.
1930, im Alter von 81 Jahren, starb Fritz Henkel. Das Unternehmen vermachte er seinen drei Kindern Fritz, Hugo und Emmy, aus denen drei Stämme hervorgingen, die bis heute den Kurs des Unternehmens bestimmen. Sie sollten über die gleichen Mitspracherechte verfügen – eine Vorgabe des Gründers, die noch heute gilt, auch wenn inzwischen familienfremde Manager das Tagesgeschäft übernommen haben. Die Familie legt großen Wert darauf, mit einer Stimme zu sprechen. Informationen über Auseinandersetzungen, Streit oder Rivalitäten dringen nicht nach außen. Das strenge Credo des Clans lautet: "Firma geht vor Familie!". "Allen Familienmitgliedern", sagt Simone Bagel-Trah, das aktuelle Familienoberhaupt, "ist eines völlig klar: Die Priorität Nummer eins genießt das Unternehmen, die Unternehmensinteressen stehen an erster Stelle und Familieninteressen kommen erst danach." Bei den Henkels gibt es kein "Geburtsrecht", jeder Spross soll beweisen, dass er für einen leitenden Posten geeignet ist.
Nach Fritz Henkels Tod musste Sohn Hugo überraschend die Firmenleitung übernehmen, denn kurz zuvor war auch sein Bruder Fritz verstorben. In der NS-Zeit drängte Werner Lüps, ein Neffe von Hugo Henkel, an die Firmenspitze und denunzierte seinen Onkel, um selbst das Ruder übernehmen zu können (1938).Lüps wurde als "Betriebsführer" eingesetzt, bis er 1942 tödlich verunglückte. Er gilt in der Familie als "schwarzes Schaf". Ihm folgte Jost Henkel nach, Hugo Henkels Sohn. In der Nazi-Zeit galt Henkel als "NS-Musterbetrieb", beschäftigte Fremdarbeiter und Kriegsgefangene, jedoch keine KZ-Häftlinge. Zu Kriegsbeginn musste die Firma "Persil" allerdings vom Markt nehmen, weil die NS-Regierung den Deutschen ein "Einheitswaschpulver" verordnete – die Diktatur bestimmte auch darüber.
Als US-Truppen das Werk in Düsseldorf-Holthausen besetzten, wurden fünf Familienmitglieder verhaftet, doch bald schon bekamen auch sie "Persilscheine". Die Familie konnte das Unternehmen fortführen. Im Boom der "Wirtschaftswunder"-Jahre richtete die Nachkriegsgesellschaft ihren Blick nach vorne. Spuren der Vergangenheit wurden verwischt und Reinigungsmittel wie Persil und Pril zu Verkaufsschlagern. Die Werbung pries nicht nur die Produkte, sondern auch die Frau, die sie in Küche und Waschraum anwendete – in der ihr zugewiesenen Rolle jener Zeit.
Anfang der 60er Jahre übernahm Konrad Henkel den Vorsitz der Geschäftsführung. Der Chemiker aus Leidenschaft sträubte sich zunächst gegen die neue Aufgabe, entwickelte sich aber neben Gründer Fritz Henkel zur bedeutendsten Person in der Firmengeschichte. Er brachte die Internationalisierung voran. In seiner Ära wurden Produkte wie der Pritt-Stift entwickelt und er ebnete Mitte der achtziger Jahre den Weg für den Börsengang, der nichts daran änderte, dass die Familie Henkel in der Firma nach wie vor das Sagen hat.
Gemeinsam mit seiner Frau Gabriele, auch als einflussreiche Mäzenin, Sammlerin und Künstlerin bekannt, prägte Konrad Henkel über Jahrzehnte auch das gesellschaftliche Leben im Land. Die Henkels galten als die "Gastgeber der Nation". Die "Persil-Story" erzählt die wechselvolle Geschichte der Henkels, die sich um die Firma, die Familie und jene Prinzipien dreht, die das Imperium zusammenhalten. Autor Jörg Müllner ist es gelungen, mit zentralen Mitgliedern des Clans zu sprechen, mit Familienoberhaupt Simone Bagel-Trah, ihrem Vorgänger Albrecht Woeste und mit Christoph Henkel, Sohn von Konrad und Gabriele Henkel, der als größter Einzelaktionär und Mitglied im Gesellschafterausschuss an der Führung der Firma mitwirkt.
Bislang unveröffentlichte Filme und Fotos aus den privaten Archiven und den Beständen des Konzerns geben Einblicke in das Leben eines Clans in fünfter Generation. Wertvolle Fotografien, die eigens für diesen Film von Glasplatte reproduziert wurden, lassen nachempfinden, wie die Henkels Grundlagen dafür schufen, zu einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Familien Deutschlands zu werden. (ZDF)

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TV-Premiere Deutschland 24.10.2017 ZDF

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 Produktionsinformationen   Anzahl der Drehtage k.A.
  Drehzeit 25.06.2017 bis 13.07.2017
 Technische Informationen   Seitenverhältnis k.A.
  Farbe/SW Farbe