Krieg gegen Frauen

  • Women in War - Frauen gegen Krieg (Arbeitstitel)
Dokumentarfilm | 2013-2015 | 3sat | Porträt | Deutschland

Drehdaten

Drehbeginn01.09.2014
Drehende31.08.2015
DrehorteSüdtirol

Projektdaten

    Kurzinhalt

    Sexualisierte Gewalt als Überlegenheitsdemonstration und Vernichtungsstrategie nimmt weltweit zu. Vergewaltigungen traumatisieren Opfer ebenso wie Familien und soziale Strukturen. Mit ihrem Ansatz, betroffene Mädchen und Frauen im Bosnienkrieg Anfang der 1990er Jahre medizinisch, psychologisch und juristisch zu betreuen, leistete die Gynäkologin Monika Hauser Pionierarbeit. Heute arbeiten viele Frauen unterschiedlicher Bereiche zusammen.

    "Als sie meine Tochter zurückbrachten, war sie nicht mehr in der Lage zu gehen. Ihr Gesicht war ganz gelb, vollständig entstellt. Mein Mädchen, sie war erst 15, weinte, dann holten sie sie wieder. Ich weinte und schrie: Nehmen sie sie nicht, sie ist noch ein Kind. Nehmen sie mich mit. Er trat mich mit dem Fuß und stieß mich einfach zur Seite. Ich sah mein Mädchen nie wieder." So die Schilderung einer Mutter im Bosnienkrieg.

    In einer Zeit, in der die Welt immer mehr von internationalen Konflikten, Kriegen und Bürgerkriegen dominiert wird, ist das Thema sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen von besonders großer menschlicher und gesellschaftlicher Brisanz.

    Denken wir an Liberia, wo im Bürgerkrieg schätzungsweise zwei von drei Frauen vergewaltigt wurden, an Ruanda, wo 90 Prozent aller Frauen vergewaltigt und zigtausende grauenvoll verstümmelt und umgebracht wurden. An die unvorstellbaren Massaker im Kongo und an den Balkan, wo mehr als 50.000 Frauen und Mädchen vergewaltigt und zwangsgeschwängert wurden. Die massiven Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan, die Gewaltexzesse gegenüber Frauen jüngst im Irak und in Syrien sind Ausdruck davon, dass sexualisierte Gewalt als Überlegenheitsdemonstration und Vernichtungsstrategie weltweit zunimmt.

    Monika Hauser erhielt den Alternativen Nobelpreis 2008. In der Begründung heißt es: "Die Gründerin des Vereins medica mondiale wird ausgezeichnet für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen." Inzwischen sind Frauen aus unterschiedlichen Schaffensbereichen sehr gut miteinander vernetzt und in der Aufgabe verbunden, Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Krieg zu dokumentieren, Hilfe zu organisieren und zu installieren. Ziel ist es, sexualisierte Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten zu thematisieren, sie zu analysieren, strafrechtlich zu verfolgen und letztlich vor den Konsequenzen für die Gesellschaft zu warnen.


    http://programm.ard.de/TV/3sat/krieg-gegen-frauen/eid_2800715763910332
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKamerafrau/DoP Carla MuresanCanon C300
    RegieRegisseurinEvi Oberkofler
    RegieRegisseurinEdith Eisenstecken

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    Thali Media GmbH [de]

    Facilities

    Geschäftsbereich FirmaAnmerkung
    KameraKameras und Zubehör REC Südtirol Camerarental

    TV-Ausstrahlung

    ArtLandSenderDatum / ZeitAnmerkung
    ErstausstrahlungDeutschland3satDienstag, 20.10.2015