Die Leningradcowboys der Kunst  | © Bildersturm / Anke Rebbert

Die Meisterfälscher aus Neukölln

  • The Leningrad Cowboys of the Art World (Internationaler Titel)
  • Die Leningradcowboys der Kunst - oder wie der Louvre nach Großräschen kam (Arbeitstitel)
Kurzdokumentarfilm | 2014 | Kunst, Porträt | Deutschland

Projektdaten

Lauflänge27

    Kurzinhalt

    In Berlin-Neukölln betreiben die Brüder Posin einen Kunstsalon. Sie sind Meisterfälscher, die alle Stile beherrschen und Auftraggeber in aller Welt bedienen. Zu ihren Kunden zählen Menschen, die Kunst lieben, sich aber ein Original nicht leisten können. Die Dokumentation begleitet die Entstehung eines Raffael-Gemäldes.

    Die Wipperstraße in Berlin-Neukölln verläuft parallel zur Karl-Marx-Straße; eine unscheinbare Adresse. Ein Kiez, der das Label ,,multikulturell" wirklich verdient hat. Vorbei an Dönerbuden, Handyläden und Gemüseständen geht es direkt zur Mona Lisa. Eine Ikone der Kunstgeschichte, die man hier nicht vermutet. Der Louvre in Neukölln, und zwar im Kunstsalon Posin.

    Gerade entsteht hier ein über zwei Meter großes Bild des Renaissancekünstlers Raffael. Geschaffen von Eugen, Michael und Semjon Posin. Drei russische Brüder zwischen Mitte 60 und Anfang 70, drei Wesen aus einer anderen Zeit: Meisterfälscher, Kopisten, Kunstcowboys mit Dauerzigarette im Mundwinkel.

    Weil die Werke des Trios so erschreckend perfekt gemalt sind, stehen sie bei Sammlern hoch im Kurs. Zu ihrem Kundenkreis zählen Menschen, die Kunst lieben, aber das Original nicht erwerben können. Der ehemalige Berliner Kultursenator Christoph Stölzl hält die drei Russen für die Besten ihres Fachs, weil sie ein Bild nicht einfach nur kopieren oder nachahmen, sagt er, sondern es noch einmal entstehen lassen, es aufführen wie ein Dirigent eine Komposition.

    Die Dokumentation begleitet die Entstehung des über zwei Meter großen Raffael-Gemäldes, von den ersten zarten Bleistiftstrichen bis zur Auslieferung des Meisterwerks und gewährt einen Einblick in eine Welt, die sich ausschließlich um Kunst dreht: Die Welt von Evgeni, Semjon und Michail Posin.

    (Quelle: arte)

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    To enter this art salon is to be plunged into another world. Smoke billows through the air amid the smell of tobacco and paint. The Mona Lisa smiles down from the wall. Just one of many legendary works of art...

    In a distinctly unglamorous street in Berlin’s Neukölln district, three men in their early 60s with long grey hair are sitting on a brown leather sofa: Semjon, Eugen and Michael Posin. Master forgers. Art copyists. They look like the Leningrad Cowboys except that they don’t sing. Since their works are painted with such frightening perfection, they are much sought after by collectors. The brothers’ clientele includes marketing people, husbands who want to make their wives’ dreams come true, lawyers, advertisers – even former Berlin Senator for Culture Christoph Stölzl and Brandenburg entrepreneur Gerold Schellstede.

    From their small salon, the Posins service customers all over the world.

    Plagiarism as a concept: In a world in which the remake has replaced the original, have the Russian brothers found the ideal market niche? Or are they democratising still-elitist art because (virtually) anyone can now buy a masterpiece?


    We accompany the three passionate artist brothers from their bizarre art salon to high-profile trade fairs and a lakeside hotel in the former East Germany that is still waiting on its “lake” to be delivered but already has an extensive museum of forgeries to its name.

    A fascinating look at the shifting boundaries between the real and the fake.

    (Quelle: Bildersturm)

    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKameramann/DoP Frederik Walker
    KameraEB Assistent Bild-TonDennis Broer
    Postproduction/VFXColoristin Fabiana Cardalda
    ProducerProduzentinBirgit Schulz
    ProducerProducerRolf Bremenkamp
    RegieRegisseurinAnke Rebbert
    TV-/Web-ContentRedakteurinDagmar Mielkerbb / arte

    TV-Ausstrahlung

    ArtLandSenderDatum / ZeitAnmerkung
    ErstausstrahlungDeutschlandarteSamstag, 30.05.2015