Videoinstallation | 2014 | Deutschland

    Kurzinhalt

    Inspiriert von der mythologischen Figur der Mami Wata, einer Nixe und Wassergöttin, die
    entlang der Küste Westafrikas verehrt und gefürchtet wird, beschäftigt sich die Video-
    Installation im ersten Teil mit dem famous first contact zwischen Europa und Afrika. Meist
    mit weißer Haut und langem, glatten Haar dargestellt, repräsentiert Mami Wata die
    fremde weiße Frau und markiert damit eine afrikanische Perspektive auf das fremde
    Europa. Was passiert, wenn wir von außen erblickt werden? Die Entitäten des Eigenen und
    des Fremden geraten ins Wanken, dem abendländischen, aufklärerischen Paradigma der
    Erkenntnis und der Entdeckung wird die Perspektive des Erkanntseins und Entdecktseins
    entgegengestellt.
    Im zweiten Teil befinden wir uns in der Gegenwart: die alten Götter und Herren haben
    abgedankt, doch die neuen Herrscher stehen den alten in Scheusslichkeiten in nichts
    nach. Zwischen Kinderspielen und Drill eröffnet sich ein Szenario von Affirmation und
    Überaffirmation, von Nachahmung und Verspottung in der Tradition afrikanischeuropäischer
    Auseinandersetzung.
    Gemeinsam produziert mit der Kinder-Theatergruppe 'The Footprints' aus Lagos/Nigeria,
    entfaltet sich in der Videoarbeit 'Farewell' ein Spiel und Nachspiel kolonialer Geschichte
    und eröffnet Möglichkeiten der Befragung eines tradierten Bilderrepertoires auf Comichafte,
    kindliche Manier.

    Vertriebs- / Verleihfirmen

    FirmaAnmerkung
    Goethe Institut [de]