Daten werden geladen ... Einen Moment bitte.

  

Tagebuch eines Lagerkommandanten (2010)

Sparte Dokumentarfilm
Regie Anja Krug-Metzinger
Ausführende Produktion Bremedia Produktion ...  
 
Auftragssenderarte, RB Radio Bremen
ProduktionslandDeutschland
GenreDoku

Cast   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Schauspieler Rollename

Crew   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Abteilung Tätigkeit Name Anmerkung
  Musik Komponist  André Feldhaus
  Regie Regisseurin  Anja Krug-Metzinger
  Schnitt Editor  Wiebke Abraham
  Ton-Postproduktion Mischtonmeister  Frank Buermann
  TV-/Web-Content Redakteur  Mechtild Lehning

Produktionsfirmen   Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  
  Anja Krug-Metzinger Filmproduktion
  Bremedia Produktion GmbH 

Vertriebs- / Verleihfirmen Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Firma  

Facilities Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 Geschäftsbereich Firma
  Produktion Produktionsberatung   Dr. Christian Hartmann  Fachberatung

Kurzinhalt Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
Die Lager für sowjetische Kriegsgefangene während des Zweiten Weltkriegs waren lange Zeit ein weitgehend unbearbeitetes Thema. Im Tagebuch eines ehemaligen Lagerkommandanten fanden sich Belege für systematischen Tod durch Hunger und Kälte, Seuchen und Misshandlungen. Johannes Gutschmidt hatte seinen Alltag in mehreren Lagern minutiös schriftlich festgehalten. Der Dokumentarfilm zeichnet die Biografie eines Mannes nach, der zum Täter wurde, und stellt gleichzeitig die Frage nach der Verantwortung.
Eine fast unbekannte Tragödie ist das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs. Von ungefähr 5,5 Millionen sind drei Millionen in deutschen Lagern umgekommen. Dort mussten sie systematisch verhungern und erfrieren. Sie starben an Misshandlung, Entkräftung oder fielen Seuchen zum Opfer. Über die Lager für Kriegsgefangene im Dritten Reich gab es bisher kaum Belege. Aufsehen erregte deshalb im Jahr 2001 ein außergewöhnlicher Fund: ein Tagebuch, in dem ein Kommandant seinen Alltag beschreibt. Johannes Gutschmidt war zwischen 1939 und 1944 Kommandant mehrerer Durchgangslager für russische Kriegsgefangene in Polen, in der Sowjetunion und in Weißrussland - dem Zentrum des Massenmordes an sowjetischen Kriegsgefangenen. Detailliert belegt das Tagebuch die Schrecken des Lagerlebens - Kälte, Hunger, Kannibalismus, Selbstmord - und enthüllt gleichzeitig die Biografie eines Mannes. Es beschreibt einen kaisertreuen Offizier, der nicht mit den Nationalsozialisten sympathisierte und dennoch zum Täter wurde. Das Tagebuch des Johannes Gutschmidt ist das Verlaufsprotokoll einer Katastrophe. Und es stellt erneut die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen in der Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten.
Ein Teil der eindringlichen Filmaufnahmen wurde von dem im Jahr 2008 verstorbenen Kameramann Edward Klosinski gedreht. Klosinski gehörte zu den international anerkannten polnischen Kameraleuten, die seit den 70er Jahren das Kino Europas bereicherten. So zeichnete er unter anderem für die Kameraarbeit in Krzysztof Kieslowskis "Drei Farben: Weiß" oder in Dieter Wedels Mehrteiler "Der große Bellheim" verantwortlich.

Release Dates Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
TV-Premiere Deutschland 15.06.2011 arte

Weitere Projektdaten Hauptdaten | Cast | Crew | Firmen | Projektdaten | Galerie | Preise | Links
 
 Produktionsinformationen   Anzahl der Drehtage k.A.
 Technische Informationen   Seitenverhältnis TV 16:9 (1 : 1,78)
  Tonformat Stereo
  Farbe/SW Farbe