Kurzinhalt

    Verwunderte Gesichter in den vorbeifahrenden Autos. Die Fenster werden heruntergekurbelt, Pauke und Zurna, die türkische Oboe, tönen hinein. Menschen tanzen auf der Straße, Tüll, Seide und edle Roben blitzen unter den dicken Mänteln hervor - morgens mitten in Köln. Würden die Menschen in den Autos einen Moment warten, könnten sie sie sehen: Sükran im weißen Kleid. Heute ist ihr Hochzeitstag.
    In Köln leben knapp 80.000 türkischstämmige Kölnerinnen und Kölner. Auch wenn mehr als die Hälfte von ihnen in 2. und 3. Generation hier leben, pflegen sie weiterhin die Traditionen ihrer Heimat, selbst im Rheinland. Eine besonders wichtige Tradition ist die Hochzeit.

    Sükran und Ersin sind ein modernes, junges Paar. Ihre Familie stammt aus Anatolien, seine aus Istanbul. Beide leben hier in zweiter Generation, sind in Köln geboren, zur Schule gegangen und haben hier ihre Ausbildung gemacht. Sükran hat ihren Ersin ganz „normal" in einer Bahnhofsbuchhandlung kennen gelernt. Zwei Jahre später fragte er sie, ob sie ihn heiraten möchte. Sie will.

    An diesem entscheidenden Punkt ihrer Beziehung setzt die Filmdokumentation an. Den Auftakt bildet die Brautwerbung, denn der gemeinsame Beschluss des Paares muss nun offiziell bestätigt werden.

    Somit ist der Startschuss zu den Vorbereitungen gefallen von nun an begleiten wir das Paar und die Familien bei Brautkleid- und Anzugkauf, Mitgiftübergabe, beim Kauf der ersten Wohnung, einer kleinen Verlobungsfeier usw. Höhepunkte bilden der tränenreiche Henna-Abend – die Verabschiedung der Braut von Ihrer Familie - und natürlich der Hochzeitstag!