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Die zwei Leben der Anja Lundholm (2007)

Sparte Dokumentarfilm
Regie Christian Gropper
Ausführende Produktion Gropperfilm GmbH [de...  
 

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 Abteilung Tätigkeit Name Anmerkung
  Produktion Produktionsleiterin  Nina Freitag
  Regie Regisseur  Christian Gropper
  Schnitt Editor  Jörg Pastler

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 Firma  
  Gropperfilm GmbH [de] 

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In einer kleinen Wohnung mitten in Frankfurt lebt die fast 90-jährige Schriftstellerin Anja Lundholm. Durch eine schwere Krankheit ist sie seit ein paar Jahren an ihr Bett gefesselt. Doch dies ist nicht das erste Gefängnis, das Anja Lundholm durchleben muss. Das Leben der Schriftstellerin ist sehr eng mit einem Jahrhundert deutscher Geschichte verknüpft. Eine Geschichte, die sich manchmal wie ein Abenteuerroman liest.
Aufgewachsen als Tochter eines Nazi-Sympathisanten und einer jüdischen Mutter erlebt sie schon zu Beginn der 30-er Jahre, was es heißt, nicht erwünscht zu sein. Mit 18 Jahren entflieht Anja Lundholm der immer bedrohlicher werdenden Kleinstadtenge und studiert in Berlin Musik. Anja lebt auf, verdient sich ein wenig Geld durch kleine Statistenrollen beim Film und assistiert bei einem Kabarett. Doch auch in Berlin verändern sich die Bedingungen immer mehr. Als so genannte Halbjüdin darf sie weder ihre Karriere als Musikerin fortsetzen, noch weitere Kleinrollen beim Film annehmen. 1938, nach der Pogromnacht, begeht die Mutter in Krefeld Selbstmord. Anja selbst setzt sich mit gefälschten Papieren nach Rom ab, wo sie sich einer kleinen Widerstandsgruppe anschließt und mithilft, Pässe für jüdische Flüchtlinge zu fälschen. Doch Anfang 1944 wird sie verhaftet. Nach unzähligen Verhören in Gestapogefängnissen und einer Odyssee durch ganz Deutschland wird sie ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert. Ein Urteil, das einer Todesstrafe gleichkommt. Doch Anja hat Glück und erlebt den Tag der Befreiung. Traumatisiert gerät sie in einen der endlosen Flüchtlingstrecks und landet Wochen später völlig orientierungslos in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Nur langsam kommt die junge Frau wieder auf die Beine. Doch bis sie wieder ein „ganz normales“ Leben führen kann, wird sie noch viele Schicksalsschläge überstehen müssen.
Erst nach dem Tod des Vaters beginnt Anja Lundholm ihre Geschichten aufzuschreiben. Fast 20 Bücher hat sie bis in die 90-er Jahre geschrieben. Viele davon sind autobiografisch und berichten über das Leben einer geschlagenen und verzweifelten Frau, die sich nur sehr langsam aus den Fesseln der dunkelsten deutschen Geschichte lösen kann. Durch das Schreiben ihrer Bücher hat sich Anja Lundholm befreit, ohne zunächst zu bemerken, dass sie dabei auch zu einer sehr genauen Chronistin ihres Jahrhunderts wurde. Für ihre Werke wurde die Schriftstellerin mit unzähligen Preisen ausgezeichnet. Selbst zum Literaturnobelpreis wurde sie vorgeschlagen. Doch die Bücher der Anja Lundholm findet man nicht in den Bestsellerlisten. Vielleicht liegt es daran, dass ihre Erinnerungen sehr unter die Haut gehen und das Unfassbare sehr lebendig werden lassen. Anja Lundholm weiß, dass sie aufgrund ihrer Krankheit für immer ans Bett gefesselt ist und ihrem letzten Gefängnis nicht mehr entkommen wird. Doch das hält sie nicht davon ab, mit wachem Geist, scharfem Verstand und einer großen Portion Humor sehr tapfer ihren Lebensabend zu verbringen

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