Zeit für Utopien | © Langbein & Partner

Utopia Revisited

  • Zeit für Utopien (German title)
  • Utopia - Wirtschaft ohne Gier (aka Zeit für Visionen) (Working title)
Documentary | 2017-2018 | Society, ecology | Austria

Shooting data

Number of shooting days70
LocationsEuropa, Afrika, Asien

Trailers

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Brief synopsis

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.

So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

(Quelle: http://www.zeit-fuer-utopien.com/)

Market economy has brought welfare to the industrialised states – at the cost of other continents and along with growing inequality. The film asks if there is – besides capitalism – any model of society worth discussing about? Protagonists of four projects take us along their personal journeys towards possibilities to share, to cooperate and to preserve nature. Experts additionally give insights into the economic significance of cooperation and of a moderate economic development instead of unlimited growth.

(Quelle: Austrian Films)

Wie 1,5 Millionen Menschen mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden, wie urbanes Wohnen mit einem Bruchteil der Energie möglich ist, wie ein Smartphone fair produziert wird und wie eine ehemals dem Unilever-Konzern gehörende Teefabrik in Selbstverwaltung funktioniert: Eine filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

„Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen investieren 300 Konsumenten direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln beliefert. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Petra Wähning macht sich auf die Reise und entdeckt in Südkorea die Genossenschaft „Hansalim“, deren Bauern 1,5 Millionen Menschen mit regionaler Frischkost in Bio-Qualität versorgen. Weil rund 70 Prozent der Konsumentenpreise bei den Herstellern landen, haben die Bauern von „Hansalim“ eine gute Perspektive.

Laura Gerritsen von „fairphone“ macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo, um für die in Smartphones benötigten Mineralien faire Produktionsbedingungen zu etablieren: „Alles was wir in Europa kaufen, hat einen Einfluss auf die Herstellungsländer, die sich sehr oft im Süden befinden. Wir wollen Signale für die Konzerne geben, dass für die Konsumenten neben Gewinn auch soziale und ökologische Kriterien wichtig sind“.

„Angesichts der Klimakatastrophe haben sich die zivilisierten Regierungen der Welt darauf geeinigt, dass in Zukunft jeder Mensch nur 2,5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr verbrauchen darf, in Europa werden aber derzeit durchschnittlich elf Tonnen pro Kopf verbraucht“, sagt der Vordenker der Postwachstumsgesellschaft Niko Paech. Im Züricher Wohnprojekt „Kalkbreite“ wird vorgelebt, wie dieses Ziel zu erreichen ist, ohne auf einen angenehmen Lebensstil verzichten zu müssen.

1336 Tage dauerte die Besetzung einer Fabrik, die der Unilever-Konzern schließen wollte. Heute verwalten die Mitarbeiter den Betrieb in Südfrankreich als Genossenschaft „Scop Ti“ selbst. „Es liegt jetzt an uns, diese Kooperative mitzutragen, um gemeinsam dort anzukommen wo wir hinwollen“, sagt Rim Hindri.

Gibt es nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ neben dem Kapitalismus, der global immer polarisierender Reichtum und Armut produziert, ein Gesellschaftsmodell, über das nachzudenken und um das zu streiten sich lohnt?

Vier Menschen und Initiativen sagen: Ja! Sie haben sich entschlossen, Wege jenseits von Gier und Profitstreben zu gehen und dabei viel gelernt. Sie sind keine Aussteiger, sondern Einsteiger in eine neue Gesellschaft.

(Quelle: Langbein & Partner)

Crew

DepartmentActivityNameComment
Camera Departmentdirector of photography Christian Roth
Camera Departmentdrone camera operatorFred Bastos
Camera Departmentdrone camera operator Christian Roth
Camera Department1st assistant cameraFred Bastos
Director's DepartmentdirectorKurt Langbein
EditingeditorAlexandra Wedenig
Editingassistant editorJulia Eder [1]
MusiccomposerToni Burger
MusiccomposerOtto Lechner
ProducerproducerKurt Langbein

Production companies

CompanyComment
Langbein & Partner Media GmbH [at]
ORF - Österreichischer Rundfunk [at]In Zusammenarbeit

Cinema

TypeCountryDateComment
Theatre releaseAustriaFriday, 20.04.2018
Theatre releaseGermanyThursday, 19.04.2018