Report | 2012 | NDR [de] | Docuseries | Germany

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LocationsHamburg, Wunstorf, Celle, Bergen, Hannover

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Film financing

    Brief synopsis

    Sie kamen 1945 als Sieger, blieben als Besatzer, wurden Partner, Nachbarn und Freunde. Von Schleswig-Holstein über Hamburg und Niedersachsen bis an den Rhein reichte die britische Besatzungszone. Als NATO-Verbündete leben heute, fast 70 Jahre nach Kriegsende, noch knapp 36.000 britische Soldaten mit Familien und Zivilpersonal in Deutschland - davon mehr als 11.000 in Niedersachsen.
    Doch die Zeit der "Tommys" in Norddeutschland wird bald enden: Bis 2020 werden die Truppen der "Rheinarmee" abziehen. Die einst größte britische Garnison außerhalb des Vereinigten Königreiches in Osnabrück ist bereits geschlossen. Auch aus Celle haben sich die Soldaten und ihre Familien verabschiedet.
    Wie war der Alltag der "Tommys" in Norddeutschland? Wie kamen Briten und Deutsche miteinander zurecht? Die Dokumentation lässt diejenigen zu Wort kommen, deren Leben sich dabei grundlegend verändert hat - Menschen wie Marlene Habermann: Im April 1945 erlebte sie als Kind den Einmarsch der Truppen, die das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit hatten. Die schrecklichen Bilder prägten das Miteinander. Es galt ein striktes Verbrüderungsverbot. Auch die Vorbehalte gegen die Besatzer in der deutschen Bevölkerung saßen tief. Britische Soldaten durften nicht mit Deutschen sprechen. Öffentliche Gebäude und Wohnhäuser wurden beschlagnahmt - wie das Elternhaus von Marlene Habermann.
    Die Besatzungszeit begann auch in Hamburg frostig und chaotisch. Es ging zunächst um die Versorgung der Bevölkerung, um den Wiederaufbau der zerstörten Städte und um den Aufbau einer demokratischen Gesellschaftsordnung. Ab Herbst 1945 wurde das Fraternisierungsverbot aufgeweicht. Britische Soldaten tanzten mit "Frats" oder "Fraus", wie sie die deutschen Frauen nannten. Die Hamburgerin Mechthild Baldwin lernte dabei ihren späteren Mann kennen und wurde eine von vielen Soldatenfrauen. Bei ihren Nachbarn stieß das auf scharfe Kritik.
    Die "Tommys" brachten Schokolade, Kaugummi und den Swing nach Deutschland. Der junge Soldat Chris Howland machte im britischen Soldatensender BFN auch bei deutschen Hörern die Musik der großen westlichen Welt populär, bevor er später im NDR auf Sendung ging. Das britisch-deutsche Zusammenleben war turbulent und nicht immer einfach: zwischen Manöverschäden und Kneipenschlägereien, glanzvollen Paraden und königlichen Truppenbesuchen. Wenn die "Tommys" abziehen, gehen Freunde ? (http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1264739.html)

    Crew

    DepartmentActivityNameComment
    Camera Departmentdirector of photographySven Kiesche
    Camera Department1st assistant cameraIlhan Coskun
    Director's DepartmentdirectorChristian Mangels
    Director's DepartmentdirectorAnne Kathrin Thüringer
    EditingeditorMarcel Martens
    Musiccomposer Jan-Peter Pflug
    ProducerproducerUlrich Lenze
    ProducerproducerHans Jürgen Börner
    Production Mgt.line producerJörg Kunkel
    Production Mgt.production managerClaudia Haselhorst

    TV-broadcast

    TypeCountryStationDate / TimeComment
    First showingGermanyNDR [de]Tuesday, 12.11.2013