Starke Frauen in der Kunst | © BR/arte
Dokumentarfilm | 2015-2017 | BR [de] | Kunst | Deutschland

Projektdaten

Lauflänge53

    Kurzinhalt

    Am Ende des 19. Jahrhunderts hatten Künstlerinnen es schwer. Malweiber wurden sie genannt. Der Zugang zu den Akademien war verschlossen. Gabriele Münter gehörte zur ersten Generation von Frauen, die selbstbewusst sagten: Mein Beruf ist Künstlerin. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Frauen und ihrer Kunst.

    „Ich war in vieler Augen doch nur eine unnötige Beigabe zu Kandinsky. Dass eine Frau ein ursprüngliches, echtes Talent haben, ein schöpferischer Mensch sein kann, das wird gern vergessen“, schrieb Gabriele Münter im Jahr 1926 in ihr Tagebuch. Das Leben von Gabriele Münter und ihre Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung dieser modernen Frau. Münter (1877-1962) wurde geprägt von einer Mutter, die in Amerika gelebt hatte und das steife Korsett der deutschen Gesellschaft nicht aushalten konnte. Früh wird sie Waise und reist im Alter von 19 Jahren durch die Vereinigten Staaten. Sie fotografiert und das ist so etwas wie der Urknall ihres künstlerischen Daseins. Der Film zeigt diese unbekannten Aufnahmen. Und dabei lernt man einiges über die Künstlerin Münter. Sie wusste genau, was sie fotografierte. So wie sie auch später immer genau wusste, was sie malte. Münter zog es anschließend nach München, das damals als fortschrittliches Kunstmekka galt. Sie meldete sich in der Kunstschule Phalanx an. Ihr Lehrer hieß Wassily Kandinsky. Er war von ihrem großen Talent hingerissen. Kurze Zeit später begann die Liebe. Der Film erzählt vom Leben in Schwabing, vom Künstlerleben in Murnau, dem blauen Land, vom Blauen Reiter und den Streitereien, von Künstlerkolleginnen, die das Malen aufgeben, um ihrem Mann den Vortritt zu lassen. Nach der Trennung braucht sie lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Aber sie stellt aus. Und sie malt weiter. Sie stirbt 1962. Es gibt wenige Tage, an denen sie nicht gemalt hat. Der Film zeigt ihre Kunst, darunter Gemälde, die das erste Mal aus den Lagern des Lenbachhauses geholt werden, und Restauratoren, die sie kriminologisch rekonstruieren. Er zeigt das Leben einer Frau, die sich der Kunst verschrieben hat. Und er zeigt, was diese Pionierin der Kunst an Vorarbeiten für die nächsten Generationen geleistet hat. Mit den Künstlerinnen Isa Genzken und Carolee Schneemann begegnet der Zuschauer außerdem zwei Künstlerinnen, die diese Fackel weitertragen.

    (Quelle: arte)
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKameramann/DoPEric Trometer
    KameraKameramann/DoP Ralph Netzer
    KameraKameramann/DoPPaul-Georg Busse
    KameraKameramann/DoP Bernd Effenberger
    RegieRegisseurinMarieke Schroeder
    SchnittEditorin Gaby Kull-Neujahr
    SchnittEditorinEvelyn Peine
    TonTonmann (Non-Fiction) Thomas Keller
    TonTonmann (Non-Fiction) Dominic Titus
    Ton-PostproduktionMischtonmeisterSören Blüthgen

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    Thali Media GmbH [de]

    TV-Ausstrahlung

    ArtLandSenderDatum / ZeitAnmerkung
    ErstausstrahlungDeutschlandarteMontag, 20.11.2017