© Jan Bonny
© Jan Bonny
Experimentalfilm | 2016 | Deutschland

Kurzinhalt

Am Tag nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 steigt Helge Achenbach in den Flieger zurück nach Düsseldorf und wird nach Ankunft noch am Flughafen verhaftet. Ein ausgefuchster Händler der Kunst, der das ganz große Rad gedreht hat, fällt: Glanz und Elend Westdeutschlands, Großkäufe, Provinz und die Sehnsucht des Aufsteigers. Heute sitzt er im Gefängnis. Hinter einer großen Geschichte des Kunstbetriebs taucht sofort eine noch größere des Neoliberalismus auf - in Werken, Geistern und Körpern des Rheinlands. Die zentrale Frage: Wie wurde aus dem Beuys-Diktum: "Jeder Mensch ist ein Künstler" die Ich-AG? Was geschah wirklich in den letzten 25 Jahren in Deutschland? Mit der SPD? Den Hoffnungen von 68? Der Kunst?
Der Regisseur Jan Bonny und der Künstler Alex Wissel präsentieren ihre offene szenische Recherche dazu, als Aufforderung an Film- und Kunstbetrieb zugleich. Mit Matthias Brandt, Bibiana Beglau und Joachim Król als Kunstfiguren, die ganz im Sinne Helmut Dietls nur einen Tick neben der Realität stehen. Und mit ihnen scheint die Möglichkeit einer großen Gesellschaftssatire auf; oder wie es in einer Szene heißt: "Ich mach mir hier die Hände schmutzig, Josef. Für die soziale Plastik."
Zehn filmische Skizzen, die erstmals in ihrer aktuellen Gesamtheit als Uraufführungen gezeigt werden – in einer Kooperation zwischen Haus der Kunst und Filmfest München. (http://www.hausderkunst.de/agenda/detail/jan-bonny-rheingold/?no_cache=1)
Schauspieler*inRollenameSynchronschauspieler*in / Sprecher*inSynchron
Roland SilbernaglAlbrecht [HR]
Franziska HartmannAnna [NR]
Oleg ZhukovDiverse [NR]
Merle Wasmuth
Frau [TR]
Guido RennerEschenbach, Immendorf, Beuys

Produktionsfirmen

FirmaAnmerkung
Maike Drinhausen Produktion [de]