Kurzinhalt

    Wettermachen gehört längst zu den Fähigkeiten des Menschen. In über 30 Ländern ist beispielsweise das "Wolkenimpfen" gängige Methode der Wetterbeeinflussung. Regen und schönes Wetter werden erzeugt und gefährliche Hagelschläge verhindert. Mit Hilfe von Computersimulationen und neuen Messtechniken perfektionieren Wissenschaftler das "Wolkenimpfen" und arbeiten an weiteren Methoden der Wetterbeeinflussung. Technische Eingriffe ins Klimasystem, die gestern noch verpönt waren, werden zunehmend salonfähig. Für den Wellenforscher Stephen Salter von der Universität Edinburgh führt kein Weg am sogenannten Geoengineering vorbei: "Wir müssen Geoengineering-Maßnahmen erforschen, denn wir brauchen einen Notfallplan für das Klima, auch wenn es riskant ist." Der britische Wissenschaftler will unbemannte Schiffe auf den Ozeanen patrouillieren lassen. Sie sollen rund um die Uhr Meerwassertropfen in die Luft blasen, die die vorhandenen Wolken aufhellen. So kann seiner Theorie nach die Wolkendecke besser Sonnenstrahlen reflektieren, folglich würde weniger Sonnenwärme die Meeresoberfläche erreichen. Der Effekt: Die Erde heizt sich weniger auf, der Klimawandel würde verlangsamt. Ein ehrgeiziges Vorhaben verfolgt auch Daniel Rosenfeld von der Hebrew Universität in Jerusalem, Israel. Angetrieben von den Zerstörungen des Wirbelsturms "Katrina", der im August 2005 New Orleans verwüstete, arbeitet er an der Kontrolle von Hurrikanen. Der israelische Forscher will in aufziehende Wirbelstürme Rauchpartikel einschießen und so die verheerenden Windgeschwindigkeiten reduzieren. In Computersimulationen ist dies bereits gelungen.
    "hitec"-Autorin Janin Renner besucht für ihren Film "Die Wettermacher - Lässt sich unser Klima kontrollieren?" Wetterexperten in Israel, Kanada, Großbritannien und Deutschland. Sie untersucht, ob dem Menschen das Unternehmen "Wettergott" tatsächlich gelingen könnte und hinterfragt, ob die Folgen davon für den Menschen absehbar wären.

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    FirmaAnmerkung
    Pro GmbH [de]