Kurzinhalt

    Essay von Werner Köhne und Thomas Schmitt für den Themenabend "Schenken - Nicht nur zur Weihnachtszeit".

    Die Wonne läßt das Gesicht der Frau aufleuchten, die vom Apfel gekostet hat und die ihn zum Teilen darreicht. In Corregios Zeichnung der Eva unterscheidet sich der dargereichte Gegenstand nicht von den lächelnden Lippen, von dem Arm, von der nackten Haut, die die Gabe anbieten. Die Frucht und die Gestalt gehören so sehr zueinander, dass sie eine einzige Gabe bilden. Sie schämt sich nicht; noch weiß sie nicht, dass sie sich mit der Gabe selbst gibt. Annehmen bedeutet, dass die Begierde nicht enden wird.