Magadan - Stadt erbaut auf Knochen

  • Descendants of Seki (aka Archipel Gulag) (Arbeitstitel)
Dokumentarfilm | 2014-2015 | Doku | Deutschland

Drehdaten

Drehbeginn01.11.2014
Drehende01.12.2014
Drehtage30
DrehorteMagadan, Russland

Projektdaten

Lauflängeca.45 -60
Seitenverhältnis16:9 (1 : 1,78)
TonformatStereo

Kurzinhalt

Die Stadt Magadan liegt im Nordosten Sibiriens. Sie ist das Tor zur Kolyma-Region, einem Gebiet mit großem Goldvorkommen. Hier konzentrierten sich unter Lenin und Stalin die unmenschlichen Arbeitslager des Gulag-Systems. Die einzige Fernstraße nach Magadan heißt im Volksmund Knochenstraße - wegen der achtlos unter ihr verscharrten Leichen. Sie ist ein anonymer Friedhof aus Asphalt. Der Film trifft Überlebende und deren Nachkommen, die von den brutalen Grausamkeiten erzählen. Nach dem Ende des Gulag lebten Häftlinge und Bewacher nicht selten Tür an Tür in der heute 95.000-Einwohner-Stadt, getrennt und verbunden durch die Erinnerung an die dunkle Zeit der Repression. Doch die politische und soziale Freiheit, die in den 1990er Jahren von Russland Besitz ergriff, ist auf dem Rückzug. In Gesprächen mit jungen Russen begegnet der Regisseur einer Generation, die das autoritäre Regime Putins unterstützt. Eine neue Stalin-Verehrung macht sich breit und damit auch ein neuer Blick der Gegenwart auf das Gulag-System.
PreisträgerJahrPreisKategorie 
Christian Zipfel2016DOK.fest MünchenFilmschulfestivalnominiert
Christian Zipfel2016Max Ophüls PreisDokumentarfilmnominiert
Christian Zipfel2017Outer Docs Film Festival - Best DocumentaryDokumentarfilmgewonnen