Dokumentarfilm | 2007 | arte, SWR [de] | Krieg | Deutschland

Projektdaten

Lauflänge60'

    Kurzinhalt

    Das Krankenhaus Panzi liegt in Bukavu, der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu. Dort werden
    schwer verletzte und traumatisierte Frauen und Mädchen behandelt. Sie sind Opfer grausamer
    Vergewaltigungen geworden. Denn im Nordosten des Kongo herrscht noch immer Krieg.
    Milizen marodieren durch die unzugänglichen Wälder. Sie töten, plündern, brandschatzen.
    Frauen und Kinder werden systematisch vergewaltigt und misshandelt.
    Susanne Babila, Kameramann Jürgen Killenberger und Tontechniker Felix Hugenschmidt
    haben einige Frauen vier Wochen begleitet und sind Zeugen unvorstellbarer
    Menschenrechtsverbrechen geworden.
    Ndamosu M’Buefuh ist 70 Jahre alt. Sie wurde mehrmals vergewaltigt, ihr Ehemann und ihre
    fünf Kinder getötet. Die dreissigjährige Ntakobajira M’Bisimwa wurde als Sexsklavin in
    einem Rebellenlager gefangen gehalten. Die achtzehnjährige Noella M’Mburugu musste diese
    Tortur drei Jahre aushalten. Sie gebar dort einen Sohn. Sie nannte ihn „Amani“, was soviel
    bedeutet wie Frieden. Ihre Peiniger entrissen ihr das Kind und jagten sie fort, denn sie wurde
    krank, konnte nicht mehr arbeiten.
    Häufig finden die Vergewaltigungen öffentlich statt, vor der ganzen Dorfgemeinschaft, ihren
    eigenen Kindern, Ehemännern, Grossvätern. Sie bedienen sich auch glühender Gegenstände,
    Äste, scharfem Werkzeug, Bajonetten oder Gewehrläufen. Der Unterleib der Frauen ist
    danach vollkommen zerstört. Frauen und Mädchen jeden Alters, sogar Babies, sind Opfer
    unvorstellbar grausamer sexualisierter Gewalt. Die zehnjährige Elisa ist seither inkontinent,
    sie kann weder Wasser noch Fäkalien halten und muss ständig Binden tragen. Sie alle leiden
    unter extremen Angstzuständen und fürchten, wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu
    müssen, dann nämlich wenn die medizinische Behandlung im Krankenhaus Panzi
    abgeschlossen ist.
    Die Täter sind in Süd-Kivu vor allem Hutu-Milizen, die 1994 nach dem Völkermord in
    Ruanda im Nachbarland Kongo Zuflucht suchten.Sie finanzieren ihre Waffen mit der
    Ausbeutung von Rohstoffen. Denn die Provinz ist reich an Gold, an dem Zinnerz Kasserit und
    an Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys verwendet. Das Ziel der
    Verbrecher: Terror, die Ausübung von Macht durch Erniedrigung, Demütigung und
    Zerstörung. Vergewaltigung wird dabei systematisch als Kriegswaffe eingesetzt.
    (Quelle: http://www.im-schatten-des-boesen.de/download/pressetext.pdf)
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKameramann/DoPJürgen Killenberger
    ProduktionPostproduction Supervisor Mark Heizmann
    RegieRegisseurinSusanne Babila
    SchnittEditorinKarin Borst
    Ton-PostproduktionMischtonmeister Christian Späthund Fassung für Auslandsreporter
    Ton-PostproduktionMischtonmeister Marc Veizhansund Fassung für Auslandsreporter

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
    BildManufaktur GmbH [de]