Wann haben wir begonnen uns zu waschen? Noch bevor wir Jäger und Sammler wurden? Als wir das erste Blut an unseren Händen hatten? Stammte es von einem erlegten Tier oder von einem getöteten Feind? Können wir am Ende des Tages unsere „Hände in Unschuld“ und unser Gewissen „rein wa-schen“?
Gustav W. Trampitsch schlägt in seiner Dokumentation zur Kulturgeschichte der Hygiene einen breiten Bogen: von der Taufe im Jordan zu rituellen Bädern im Ganges, vom Asklepion auf der griechischen Insel Kos, einer der größten Heil- und Kuranstalten der Antike, über die Badesitten der Römer, bis zum modernen Wellness-Betrieb von heute.
Mit einem Team der Salzburger Moonlake-Entertainment war er in der Ayur-veda-Fakultät der berühmten Banaras Hindu University in Varanasi, filmte in Taiwan Schönheitsbäder in warmer Kuhmilch, wie sie einst die Frau von Tschi-ang Kai-schek liebte, schwitzte in einem mexikanischen „Temazcal“ und beo-bachte einen „Curandero“, einen Heiler bei einer mehrstündigen „Limpia“, einer uralten, geheimnisvollen Reinigungszeremonie.