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  • FRAUEN, DIE GESCHICHTE MACHTEN - KÖNIGIN LUISE (DOKUDRAMA) - R: Christian Twente - 2013 - ZDF
  • FRAUEN, DIE GESCHICHTE MACHTEN - KÖNIGIN LUISE (DOKUDRAMA) - R: Christian Twente - 2013 - ZDF

Kurzinhalt

Luise war eine Frohnatur, die als Halbwaise von ihrer klugen wie verständnisvollen Großmutter erzogen wurde. Als preußische Königin blieb sie ihrem unbefangenen Wesen treu. Das war ein Schlüssel zu ihrer Popularität. Die Vermählung Luises mit dem preußischen Thronfolger Friedrich Wilhelm III. 1793 galt als Liebeshochzeit, sie brach mit der Tradition bloßer Zweck-Heiratspolitik. "Ohne Zwang" wollte sie auch "die Liebe der Untertanen" gewinnen. Auf Etikette gab Luise wenig und brachte frischen Wind in die Schlösser von Berlin und Potsdam. Durch ihr Temperament und ihre Entschlussfreudigkeit vermochte sie, die Schwächen ihres Gatten auszugleichen. Sie mischte sich hinter den Kulissen in die Politik ein, ermunterte ihren Mann zu Reformen. Ihre Schönheit und Anmut beeindruckten nicht nur Luises adeliges Umfeld, sondern auch viele Bürger. Sie wirkte natürlich, pflegte offene Umgangsformen, das Volk suchte ihre Nähe, und sie ging auf die Menschen zu.
In mehr als 16 Ehejahren zehn Mal schwanger, galt sie im sprichwörtlichen Sinne als Landesmutter - zwei von ihren sieben Kindern wurden später preußische Monarchen. Bei aller Bürgernähe und Offenheit blieb sie stets standesbewusst, der Forderung nach gesellschaftlicher Gleichheit im Sinne der Französischen Revolution konnte sie nichts abgewinnen. Sie verkörperte aus Überzeugung die Rolle der guten Ehefrau und Mutter, wurde auch für bürgerliche Familien zum Vorbild. Und doch bot sie dem mächtigsten Herrscher ihrer Zeit, Napoleon, die Stirn. Während ihr Mann militärische Neutralität wahren wollte, erschien Luise die Machtprobe mit dem "Ungeheuer", wie sie den französischen Kaiser nannte, unausweichlich. Preußen unterlag in der vernichtenden Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806. Auch Luise hatte die Stärke der preußischen Armee überschätzt. Legendär bleibt das Treffen von Tilsit, die preußische Männerwelt wusste keinen anderen Rat, als die Königin zu Napoleon zu schicken, um ihm mildere Friedensbedingungen abzuringen. Die Tatsache, dass Luise mit nur 34 Jahren - in einer Phase der Demütigung Preußens starb - verlieh ihr den Nimbus einer Märtyrerin. Daraus erwuchs die Legende, das Schicksal ihres Vaterlandes habe ihr das Herz gebrochen.
Dichter und Denker schwärmten für sie, aber auch Mitglieder der aufkeimenden nationalen Bewegung sahen in ihr eine Hoffnungsträgerin der preußischen Wiedergeburt und deutschen Einigung. Die Luise-Legende bot und bietet Raum für Projektionen. Immer wieder sollte sie auch in den kommenden Generationen in Erscheinung treten, in unterschiedlicher Gestalt: Mal als preußische Venus, mal als Muse, mal als Amazone, Übermutter oder Märtyrerin und nicht zuletzt als Wegbereiterin der deutschen Nation. Dabei sind Mythos und Wirklichkeit nach zwei Jahrhunderten der Verklärung kaum zu unterscheiden. Mit der Vereinigung Deutschlands hat das Interesse wieder zugenommen, zu erfahren, wer sie wirklich war. (http://www.arte.tv/guide/de/047859-005/frauen-die-geschichte-machten-2-6)
Schauspieler*inRollenameSynchronschauspieler*in / Sprecher*in
 Christoph GawendaFriedrich Wilhelm III. von Preußen [HR]
 Luise Heyer
Luise von Preußen [HR]
Gabor BiedermannZar Alexander von Rußland [NR]
 Georg Veitl
Napoleon Bonaparte [NR]
AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
KameraKameramann/DoPMartin Christ
Kamera1. Kameraassistent Adnane KorchyouFocus Puller
Postproduction/VFX2D ArtistMartin Wolkinger
Production Design / SzenenbildSzenenbildner Gernot Thöndel
RegieRegisseur Christian Twente
RegieCo-Regisseur Michael Löseke
RegieSynchronregisseur Felix Andriessenszur Unterstützung der Regie
Regie1. Regieassistent Michael Löseke1st AD
SchnittEditor Ramin Sabeti
SchnittOnline EditorChristoph Sagert

Produktionsfirmen

FirmaAnmerkung
Gruppe 5 Filmproduktion GmbH [de]

Facilities

Geschäftsbereich FirmaAnmerkung
VFX / PostproduktionTon (Postproduktion) BASIS Berlin Postproduktion GmbH