Poster Die Frau mit den 5 Elefanten | © mira film

Die Frau mit den 5 Elefanten

  • Die Frau mit den fünf Elefanten (Arbeitstitel)
Dokumentarfilm | 2007 | 3sat, ZDF [de] | Literatur

Hauptdaten

Drehdaten

Drehbeginn27.10.2007
Drehende31.12.2008

    Kurzinhalt

    Swetlana Geier gilt als die grösste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Ihre Neuübersetzungen von Dostojewskijs fünf grossen Romanen, genannt die "fünf Elefanten", sind ihr Lebenswerk und literarische Meilensteine.

    Ihr Schaffen ist geprägt von ihrem Anspruch, dass die Übersetzung im Kern den Geist des Werkes und das Wesen des Autors treffen muss. Zugleich ist ihr bewusst, dass jede Übersetzung letztendlich unvollkommen und der Zeit ihrer Entstehung verhaftet bleibt. Sie sagt: «Übersetzungen sind sterblich. Und jede Zeit verdient ihre eigenen Übersetzungen».

    Swetlana Geiers Leben wurde von Europas wechselvoller Geschichte überschattet und ihr Schicksal ist aussergewöhnlich: 1923 in der Ukraine geboren, erlebt sie mit 15 die Verhaftung ihres Vaters im Zuge der politischen Säuberungsaktionen Stalins. Nach anderthalb Jahren Haft stirbt er kurz nach seiner Entlassung. Mit 18 verliert sie ihre beste Freundin, als SS Kommandos in Kiew 30'000 Juden hinrichten. Während der Besetzung der Ukraine durch die Wehrmacht arbeitet sie als Dolmetscherin und wird mit ihrer Mutter 1943 in ein Ostarbeiterlager in Dortmund interniert. Nach dem Krieg bleibt sie in Deutschland, studiert, gründet eine Familie und beginnt, russische Literatur ins Deutsche zu übertragen.

    Heute unterrichtet sie seit 40 Jahren an verschiedenen Universitäten. Sie ist mehrfache Gross- und Urgrossmutter und das Oberhaupt ihrer weit verzweigten Familie.

    2007, mit 85 Jahren, reist Swetlana Geier zum ersten Mal seit dem Krieg zurück in die Ukraine. Der Regisseur Vadim Jendreyko begleitet sie auf dieser Reise. Der Film verwebt Swetlana Geiers Lebensgeschichte mit ihrem literarischen Schaffen und spürt dem Geheimnis dieser unermüdlich tätigen Frau nach. Er erzählt von grossem Leid, stillen Helfern und unverhofften Chancen - und einer alles überstrahlenden Liebe für Sprache.
    AbteilungTätigkeitNameAnmerkung
    KameraKameramann/DoPNiels-Christian Bolbrinker
    KameraKameramann/DoP Stéphane Kuthy
    KameraEB Assistent Bild-Ton Christian MännerBerlin, Schnittplatzbetreuung München
    MusikKomponistDaniel Almada
    ProducerProduzentThomas Tielsch
    ProduktionProduktionsassistentin Nina BärmannAufnahmeleitung, Dolmtscher
    RegieRegisseurVadim Jendreyko
    SchnittEditorClaudio CeaTrailereditor
    SchnittEditorinGisela Castronari

    Produktionsfirmen

    FirmaAnmerkung
     Filmtank GmbH
    Mira Film GmbH [ch]
    PreisträgerJahrPreisKategorie 
    Gisela Castronari2010Film+ SchnittpreisBILD-KUNST Schnitt Preis Dokumentarfilmnominiert
    Niels-Christian Bolbrinker2010Der Deutsche Kamerapreis 2010Dokumentarfilm/Dokumentationnominiert
    Thomas Tielsch2010Deutscher Filmpreis 2010Dokumentarfilmnominiert
    Vadim Jendreyko2010Quarz 2010 [ch]Besten Dokumentarfilmgewonnen
    Vadim Jendreyko2010Deutscher Filmpreis 2010Dokumentarfilmnominiert
    Vadim Jendreyko2010Film+ SchnittpreisBILD-KUNST Schnitt Preis Dokumentarfilmnominiert
    Thomas Tielsch2011Deutscher Dokumentarfilmpreis 2011Dokumentarfilmnominiert
    Vadim Jendreyko2011Grimme Preis 2011Information & Kulturnominiert
    Vadim Jendreyko2011Deutscher Dokumentarfilmpreis 2011Dokumentarfilmnominiert
    ArtLandDatumAnmerkung
    KinostartDeutschlandDonnerstag, 28.01.2010