Berufsbild | Erste/r Regieassistent/in

Erstellt vom: Bundesverband Regie - BVR

Aus- und Fortbildung: Regieassistent/in


Die Erste Regieassistenz ist der engste Mitarbeiter der Regie. Sie steht der Regie zur Seite und vertritt sie gegebenenfalls. Sie unterstützt die Regie bei der Umsetzung ihrer gestalterischen Konzeptionen. Innerhalb dieses Rahmens fallen ihr eigenverantwortliche Aufgaben und Tätigkeiten im organisatorischen, künstlerischen und technischen Bereich der Produktion zu. Eine einheitlich geregelte Ausbildung zur Ersten Regieassistenz gibt es in Deutschland noch nicht. Der Weg in den Beruf erfolgt über Praktika am Set, im Schneideraum, im Theater, bei Komparsenagenturen. Es folgen bezahlte Engagements am Drehort oder im Produktionsbüro, später zweite Regieassistenzen, dann erste Assistenzen bei Studenten- oder Kurzfilmen.


Berufliche Voraussetzungen sind

Die Regieassistenz koordiniert die Vorbereitung der Dreharbeiten für alle Gewerke und den Ablauf der Dreharbeiten. Eine frühzeitige Beschäftigung der Regieassistenz ist für alle Beteiligten von Vorteil.


Tätigkeiten in der Vorbereitungszeit

Die Dauer der Vorbereitungszeit richtet sich nach dem Aufwand des Films und den Anforderungen die das Drehbuch stellt. Die optimale Vorbereitungszeit für Fernsehspiele, TV-Movies, TV-Serien beträgt einen Vorbereitungstag pro Drehtag. Die Arbeit der Regieassistenz unterscheidet sich in den unterschiedlichen Formaten (Kino, TV-Film, Serie, Soap/Telenovela) nicht wesentlich. Ein aufwändig gestalteter Kino- oder Fernsehfilm erfordert jedoch eine detailliertere Vorbereitung und mehr Drehzeit.


Tätigkeiten während des Drehs


Gagen

Die Mindestgagen der ersten Regieassistenz sind im Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende in seiner jeweils gültigen Fassung festgelegt. Der Tarifvertrag enthält die für Mitglieder der unterzeichnenden Tarifparteien verbindlichen Mindestbedingungen, die für Berufsanfänger gelten. Darüber hinaus ist die Gage frei verhandelbar und vom Marktwert abhängig. Wir empfehlen, nicht pauschal für die gesamte Vorbereitungs- und Produktionszeit zu verhandeln, sondern Mehrarbeit vertraglich zu regeln. Damit wären dann zu kurz angesetzte Vorbereitungszeiten, die nur durch Wochenendarbeit ausgeglichen werden können, mindestens genauso veranschlagt, wie eine ausreichend angesetzte Vorbereitungszeit.